SAP EWM + myleo / dsc: kapazitätsgetriebenes Zeitfenstermanagement

Warum die Kombination aus SAP-Lagerverwaltung und der myleo / dsc praktische Mehrwerte bietet

Zeitfenstermanagement beinhaltet wesentlich mehr als die bloße Terminverwaltung in einem Online-Kalender. Wie der Name schon sagt, geht es um das Management von Zeitfenstern – dies beinhaltet auch die vorausschauende Planung von Be- und Entladeprozessen. Wird der Mehrwert von Zeitfenstermanagementsystemen häufig mit Sätzen, wie „Vermeiden Sie Staus an der Einfahrt”, oder „Beschleunigen Sie die Abwicklung von LKW“ beschrieben, so fällt dabei die Möglichkeit der Zeitfensterplanung auf Basis von Kapazitäten häufig unter den Tisch.

Bei der myleo / dsc nennen wir diesen Vorgang „kapazitätsgetriebenes Zeitfenstermanagement“. In der Praxis werden die Kapazitäten meist in einem Warehouse-Management-System (WMS), wie zum Beispiel dem SAP EWM geplant. So findet häufig eine rollierende Wochenplanung anhand der verfügbaren Ressourcen statt. Ressourcen sind hierbei als physische Ressourcen wie z. B Platz, Gabelstapler und Shuttles im Hochregal zu verstehen. Des Weiteren findet anhand dessen die Personaleinsatzplanung statt, sodass die Aktivitäten entsprechend auch abgearbeitet werden können.

Die resultierende Planung, welche rollierend auf Basis der Bedürfnisse angepasst werden kann, muss nun dem Zeitfenstermanagement zur Verfügung gestellt werden, sodass unter Berücksichtigung der vorliegenden Informationen Zeitfenster gebucht werden können. Der Anspruch ist, dass dies automatisch geschieht und Be- oder Entladezonen auch nur auf Basis dieser Kapazitäten gebucht werden können und etwaige Überbuchungen, die unter anderem zu Staus vor dem Werksgelände und langen Standzeiten führen, erst gar nicht möglich sind.

Die Praxis zeigt allerdings, dass die Buchung eines Zeitfensters oft mehr einer Absichtserklärung gleicht und die Realität meist anders aussieht. Daher ist es wichtig, Echtzeitinformationen einzubinden, sodass eventuelle Abweichungen frühzeitig bekannt sind und dem Gate Management sowie dem Lager zur Verfügung stehen und genutzt werden können. Genau hier verstecken sich die praktischen Vorteile der Kombination aus SAP EWM und der myleo / dsc.

Die Kapazitätsplanung erfolgt in SAP EWM

Die Funktion zur Kapazitätsplanung im Warenein- und Ausgang im SAP EWM stellt unter anderem die Übersicht über erwartete und realisierte Warenein- und Ausgänge bereit. Auf Basis dieser Kapazitätsinformationen werden die Mitarbeiter:innen im Lager bei der Planung zur optimalen Auslastung der Warenein- und Ausgangskapazitäten unterstützt. Außerdem liefert diese Funktion eine nach Lagerplatztypen gruppierte Übersicht über die Anzahl freier Lagerplätze und unterstützt die Disposition bei der Priorisierung von Einkaufsbestellungen bzw. Verkaufsbestellungen. Dies wiederum erleichtert die Planung bezüglich der für die Abarbeitung der anstehenden Lageraufgaben benötigten Ressourcen.

Die Planung steht– jetzt kommt die myleo / dsc ins Spiel

Die myleo / dsc geht nun einen Schritt weiter. Die Kapazitätsplanung lässt sich per Schnittstelle auf Basis der Lokationen und Zeitfensterressourcen (z. B. Tore) aus SAP EWM in die myleo / dsc integrieren. So stehen die zu buchenden Zeitfenster entsprechend der realen Kapazitäten inklusive dynamischer Zeitfensterlängen zur Verfügung. Mittels Einbindung von Echtzeitdaten lässt sich die tatsächliche Ankunftszeit eines LKW genauer bestimmen und Folgeaktivitäten können abgeleitet werden. Ebenso sind die Informationen transparent in SAP EWM verfügbar und können zum Beispiel direkt in die TU (Transportation Unit) integriert werden. So fällt auch für die Endanwender:innen ein Medienbruch weg und die benötigten Informationen sind stets verfügbar. Damit kann das Personal einsehen, wann der LKW am Werksgelände eintrifft und die Wareneingangs- oder -ausgangszone für die Lieferung vorbereiten.

SAP EWM + myleo / dsc: Warum die Kombination im Wareneingangsprozess wertvolle Vorteile bietet

Die Mitarbeiter:innen an der Produktionslinie warten auf dringend benötigtes Material. Dieses ist bestellt, avisiert und das auf Basis der Kapazität zur Entladung benötigte Zeitfenster ist gebucht. Das System macht direkt in der Buchung des Zeitfensters in der TU oder der Anlieferung die Information sichtbar, dass das Material zum Zeitpunkt X eintreffen soll. So kann das Personal schon einmal mit dem Rüstvorgang beginnen, um die entsprechende Maschine für die Produktion vorzubereiten. Sobald das Material im Wareneingang entladen ist, kann es mit einer Lageraufgabe direkt zur Produktionslinie gebracht werden. Auf diese Weise werden die Logistik unmittelbar in die Produktion integriert und Durchlaufzeiten nachhaltig verringert.

Auch bei anderen internen Vorgängen bietet diese Lösung einen hohen Nutzen. Die Mitarbeiter:innen haben die Möglichkeit, ihren Arbeitsalltag besser zu planen und freie Lagerplatzkapazitäten mit dringenden Bestellungen zu priorisieren. Sind Abweichungen im Zulauf gegeben, so sind diese nicht nur sichtbar, sondern tief im Prozess integriert und Rüstarbeiten oder Produktionsaufgaben, wie im obigen Beispiel aufgezeigt, können frühzeitig umgeplant werden.

Welche Möglichkeiten sich für den Warenausgang ergeben

Im Warenausgang sind die Informationen ebenso für alle Prozessbeteiligten verfügbar und auf Basis freier Kapazitäten werden Zeitfenster zur Abholung von Waren gebucht. Die Mitarbeiter:innen im Lager sehen, wann der LKW am Hof eintreffen soll und können so bereits vorab mit der Kommissionierung der Ware aus dem Lager beginnen und sie just-in-Time am Tor bereitstellen. Der Verlader kann die Ware schneller verladen und so die Standzeiten minimieren. Das hat nicht nur Vorteile für den Spediteur, sondern auch für Sie als verladendes Unternehmen: Das Material gelangt schneller auf den Weg zum Warenempfänger. Zusätzlich können Sie ihre Verladekapazitäten pro Tag um ein Vielfaches erhöhen, was Ihnen schließlich die Möglichkeit bietet, Ihren Absatz zu steigern.

Der gesamte Prozess kann unter Einsatz der Process-as-a-Service Plattform myleo / dsc modular erweitert werden. So bietet die Einbindung des Yard Managements den Vorteil, auch den Weg von der Pforte bis zur physischen Be- oder Entladelokation in den Prozess miteinzubetten. Auf Basis dessen kann der Abruf des LKW direkt aus dem SAP EWM getriggert werden. Der/die Fahrer:in kann mittels Progressive Web App (PWA) benachrichtigt und über das Werksgelände navigiert werden. Mittels No-Code-App-Konfiguration besteht die Möglichkeit, Aktivitäten rund um die Be- oder Entladung zu digitalisieren, zu steuern und zu quittieren. Die myleo / dsc versieht sämtliche Aktivitäten mit Zeitstempeln, sodass Siei m Nachgang auf Basis eines strategischen Reportings Optimierungspotenziale erheben können. Weitere vor-und nachgelagerte Prozessschritte, wie z. B. die Transportvergabe, die Avisierung durch Lieferanten oder ein Klärungsfallmanagement runden die Prozessplattform ab.

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